Mirko Lüdemann

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Mirko Lüdemann wurde am 15.12.1973 in Weißwasser (DDR) geboren. Der 180 cm große und 87 kg schwere Verteidiger durchlief sämtliche Jugendmannschaften bei seinem Heimatverein ES Weißwasser.

Bereits 1989 schaffte er es in die U18-Auswahl der DDR. Bis 1990 spielte er in der Juniorenbundesliga der ES Jungfüchse Weißwasser. Mit der Wende kam der Wechsel nach Kanada. Zwei Jahre lang schnürte der Linksschütze seine Schlittschuhe für die Auswahlmannschaft von Fort McMurray in der Alberta Junior Hockey League (AJHL). Zeitgleich gab er sein Debüt in der DEB Junioren Nationalmannschaft während der U-20-Weltmeisterschaft.

Mit gerade einmal 20 Jahren traf er 1993 eine folgenschwere Entscheidung, die ihn zu der Legende des Deutschen Eishockeys machen sollte. Er unterzeichnete seinen ersten Profivertrag in Deutschland beim Bundesligisten Kölner EC. Mit 12 Punkten aus 38 Spielen wurde er in seinem ersten Jahr gleich Stammspieler der Haie und errang seine erste Vizemeisterschaft.

1994 schieden die Haie mit Mirko Lüdemann schon im Play-Off-Viertfinale aus, doch nur eine Saison später besiegten sie im Play-Off-Finale knapp den EV Landshut mit 3:2. Kurios: Nach der Vorrunde belegten die Haie lediglich den 6. Tabellenplatz und gewannen in den Play-Offs gegen Kaufbeuren, Adler Mannheim und Preussen Berlin.

Lüdemann wurde in den folgenden Jahren mit hervorragenden Scoringwerten und konstanten überdurchschnittlichen Leistungen mehrfach zum besten deutschen Verteidiger in der DEL gewählt.

Unvergessen ist sein Tor 8 Sekunden vor Ende der Partie gegen Italien, welches der deutschen Nationalmannschaft das Ticket zu Olympia 2002 in Salt Lake City öffnete.

2002 holten sich die Haie zum zweiten Mal vom sechsten Tabellenplatz aus der Vorrunde den Meistertitel.

2004 erklärt der Rekordspieler seinen Rücktritt aus dem DEB-Team. Und wurde nur eine Saison später erneut zum besten Verteidiger der DEL mit einer der besten Plus/Minus-Statistiken der Liga. Zusätzlich stellte er im Halbfinale der Play-Offs mit seinem 691. Spiel den Rekord mit den meisten Einsätzen für den KEC ein und verdrängte damit Peppi Heiß auf den zweiten Platz.

Am 13. Februar 2009 folgte der nächste Rekord. Er absolvierte sein 800. DEL Spiel. Der Gegner damals die Füchse Duisburg. Damit war er der zweite DEL-Profi nach Andreas Renz, der die 800er Spielmarke erreicht hatte.

Am 16. Februar 2011 wurde er alleiniger Rekordhalter dieser Statistik mit seinem 893. DEL Spiel.

Sein 900stes DEL Spiel fand dann am 8. März 2011 in der Lanxess Arena gegen die Eisbären Berlin statt. Für die Haie hatte er bis dahin 483 Scorerpunkte und 161 Tore erzielt.

In einem Alter, wo andere in Eishockey-Rente gehen, stellte er munter weitere Rekorde auf:

  1. Februar 2012          950. DEL Spiel
  2. März 2012           1000. Pflichtspiel (wieder gegen die Eisbären Berlin)

Gleichzeitig wurde er alleiniger Rekordhalter der Kölner Haie, denn alle 1000 Spiele absolvierte er für den KEC.

Am 11. April 2016, nach 23 Jahren, gab er das Ende seiner aktiven Spielerlaufbahn bekannt. Mit einem Abschiedsspiel feierten 12.012 Zuschauern in der Lanxess Arena die #12 der Kölner Haie. Seine Rückennummer wird seitdem in Köln nicht mehr vergeben

Für den DEB absolvierte er 132 Spiele, erzielte 13 Tore (darunter das entscheidende zur Olympia-Qualifikation für Salt Lake City 2009). Er nahm an A-Weltmeisterschaften (1994, 1997, 2001, 2003, 2004), an der B-Weltmeisterschaft (1999), Olympischen Spielen (1994, 1998, 2002), am World Cup (2004) und DEL ALL-Star Games (2006, 2007, 2008) teil.

Er ist Rekordhalter seit Bestehen der DEL in folgenden Kategorien: 1197 Spiele (1. Platz), 539 Scorerpunkte (11. Platz), 363 Assists (5. Platz), 176 Tore (2. Platz), 707 Strafminuten (4. Platz)

Außerdem ist er mit den Kölner Haien siebenmaliger Vizemeister (1993, 1996, 2000, 2003, 2008, 2013, 2014). Achtmal schaffte er es ins DEL-Finale und wurde 1995 und 2002 im Trikot der Haie deutscher Meister. Zusätzlich gewann er mit seinem Team 1999 den Spengler Cup. 2004 wurde der Kölner Eishockey Club Pokalsieger. Weitere Erfolge waren die Bronzemedaille 1989 und die Silbermedaille 1996 im Europapokal